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Erotikratgeber - Übersicht

Gay-Lexikon - alle schwulen Ausdrücke von A bis Z 

Alle schwulen und lesbischen Ausdrücke und Begriffe aus der Gay-Szene werden in diesem Lesben- und Schwulen-Lexikon definiert mit Tipps und Informationen. Alles was Du als Gay wissen solltest. Dieses Sprache sollten Homosexuelle und Angehörige kennen und verstehen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

2Qt2BeStr8

2Qt2BeStr8“ ist das Chatkürzel für den Ausspruch „too cute to be straight“ - "zu süss um heterosexuell zu sein" und wird bei Gays für besonders attraktive Personen verwendet. Das Kürzel entwickelte sich über den Chatjargon und erfreut sich heute auch auf T–Shirts und Buttons allgemeiner Beliebtheit. Die Möglichkeit, sich durch das Tragen des Kürzels in der Öffentlichkeit als Gay zu outen, ohne zu viel Aufsehen zu erregen, ist für manche Personen ein angenehmer Nebeneffekt.

a/p

a2m (ATM)

Abstinenz

AC/DC

Adult baby

AFF

Aids/HIV

Albanisch

Allgemeines Gleichstellungsgesetz

Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz, auch Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), ist ein in der Bundesrepublik Deutschland geltendes Gesetz zum Schutz vor der Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft, körperlicher Einschränkung, Geschlecht und sexueller Identität sowie Alter und Religion. Das Gesetz trat im Jahre 2006 in Kraft und löste das sogenannte Beschäftigtenschutzgesetz ab. Es geht auf Antidiskriminierungsrichtlinien der Europäischen Gemeinschaft zurück, die im Jahr 2000 verabschiedet und in Folge erweitert worden sind. Mit dem im Arbeits- und Privatrecht integrierten AGG erhalten zum Beispiel Homosexuelle Rechtsanspruch darauf, gegen Privatpersonen oder Arbeitgeber in Fällen von Diskriminierung, die auf Ablehnung ihrer sexuellen Orientierung zurückzuführen sind, juristisch vorgehen zu können.

Amphore

Als Amphore wird eine Körperhaltung aus dem Repertoire des Posings bezeichnet, bei der sich beide Arme mit der Innenfläche von Daumen und Zeigefinger am Beckenknochen abstützen. Die Handinnenflächen zeigen dabei nach unten. Der Körper bildet sozusagen den Behälter der Amphore, die Arme die beiden Henkel an den Seiten. Zusätzlich wird bei dieser Geste der Oberkörper leicht gedreht und das Spielbein extrem angewinkelt, was auch als „gebrochene Hüfte“ bezeichnet wird. Zum Einsatz kommt die Amphore beispielsweise, um in Diskussionen ein schwules, tuntiges Klischee zu bedienen, beziehungsweise hervorzuheben. Beim Cruising sollte die Amphore allerdings besser vermieden werden, da sie abschreckend wirken kann.

Anal Beads

Anal Bleaching

Analdusche

Analkette

Analplug

Analsex

androgyn

Anilingus

Anodyspareunie

anstechen

Anstechen ist ein sehr bildlicher Begriff aus dem Bereich des Analsex. Anstechen bedeutet, dass der Mann beim Analsex den Penis nur so lange im Anus des anderen hält, bis er zum Orgasmus kommt. Der Samenerguss erfolgt außerhalb. Wollen Männer Analsex ohne Kondom, stechen sie oft nur an und spritzen außerhalb des anderen ab.

Anyway (Verein)

Das Anyway ist ein Jugendzentrum in Köln für homo-, bi- und transsexuelle Jugendliche, junge Erwachsene und deren Freunde. Mittelpunkt ist das vom Verein geführte Café, in dem sich Gleichgesinnte in lockerer Atmosphäre bei Kaffee, Limo oder Kölsch kennenlernen und austauschen können. Es öffnete 1998 und war damals als Jugendzentrum speziell für LGTB einzigartig in Europa. Heute besuchen ca. 1.400 junge Menschen jährlich das Jugendzentrum. Neben dem Cafébetrieb organisiert das Anyway Events, Aktionen, Workshops, Projekte aber auch Information, Kultur und Politik. Das Projektteam anyway4u.de z.B. bietet E-Mail-Beratung für Ratsuchende, SchLAu Köln klärt in Schulen auf, anyway.tv dreht und veröffentlicht kleinere YouTube-Filme. Aus den Workshops sind zudem der Kurzfilm „Zwei Gesichter“ und die Webserien „Julian – junge Liebe anders“ und „Kuntergrau“ hervorgegangen.

AO

Apadravya

Ass to mouth

AV

B

Bagging

Bangkokperlen

Bär

Ein Bär ist ein schwuler oder bisexueller Mann mit ausgeprägter Gesichts- und Körperbehaarung, wobei die Körperstatur egal ist. Die Bärenszene, die im Englischen als Bear Community bekannt ist, gilt als Gegenkultur zu den knabenhaften Schwulen und verfügt sogar über eine eigene Flagge. Gleichgesinnte können sich bei regelmäßig stattfindenden Mr. Bear-Wahlen und in Clubs, die weltweit existieren, treffen. Häufig vermischt sich die maskuline Bear Community mit der Lederszene.

Barebacking

Bärenszene

Die Bärenszene – international bear community genannt – ist eine Gemeinschaft homo- und bisexueller Männer, welche eine ausgeprägte Bart- und Körperbehaarung besitzen. Unter den Bären sind viele behaarte Chubbys, korpulente Schwule, jedoch nicht ausschließlich. Viele Überschneidungen gibt es traditionell mit der Lederszene. Ein jüngerer Bär wird Cub genannt. Die Bärenszene besitzt eine eigene Flagge, bestehend aus sechs Querstreifen verschiedener Braun-und Grautöne und einer schwarzen Tatze in der linken oberen Ecke.

BBB

Das Kürzel BBB bezeichnet einen Mann mit Bart, Brille und Bauch. BBB gilt oft auch als Synonym für „unattraktiv“. Die Abkürzung findet vor allem in Kontaktanzeigen Anwendung, indem sich Männer entweder selbst dieser Kategorie zuordnen, oder aber auch um anzugeben, dass dieser Typ Mann nicht den Kriterien des gesuchten Partners entspricht.

Bean Queen

Die Bean Queen ist mit erlesenem Geschmack ausgestattet. Sie fällt in Diskotheken schnell durch ihr extravagantes Benehmen auf und sucht immer den ganz besonderen Kick und das gewisse Etwas. Besonders anziehend wirken auf die Bean Queen die heißen Latinos und schwarzen Boys. Asiatische Boys werden auch ganz ohne Vorlieben oft als Bean Queen bezeichnet.

 

BEFAH

BEFAH stand für „Bundesverband der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen“. Seit der Auflösung des Verbandes am 31. Mai 2016 bedeutet die Abkürzung nun „Bündnis der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen“. Die inhaltliche Arbeit des Vereines wird in Form von Dokumenten im Schwulen Museum in Berlin archiviert. Die regionalen Elterngruppen des Verbandes bleiben bestehen und bieten Angehörigen wie bisher Informationen, Hilfe und die Möglichkeit zum Austausch. Das bisherige Themenspektrum wird auch in Zukunft abgedeckt. Dieses reicht von dem eigenen Umgang mit Homosexualität und dem möglichen Widerspruch zu bisher gelebten Werten bis hin zu dem Wunsch, größere gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Absicherung für die sexuelle Orientierung des Kindes zu erreichen.

Bellybuttonshot

Berufsschwuler

Als Berufsschwuler wird ein Mensch bezeichnet, der sein Leben ganz der sozialen oder politischen Arbeit für Homosexuelle widmet. Berufsschwulheit hat man demnach dem Umstand zu verdanken, dass man mit dem Schwulsein sein Geld verdient. Berufsschwule müssen nicht unbedingt auch privat homosexuelle Interessen vertreten. Auch Heteros im Dienste von Antidiskriminierungskampagnen können als Berufsschwule bezeichnet werden.

bestückt

Bi

bi-curious

Der Begriff bi-curious bezeichnet eine sexuelle Orientierung, die zwischen einer reinen Homosexualität und Bisexualität zu verorten ist. Das Konzept bewegt sich also – salopp gesagt – in der Grauzone zwischen zwei eindeutigen sexuellen Präferenzen. Curiosity, zu deutsch Neugierde oder Wissbegierde, beschreibt das generelle Interesse eines Schwulen an sexuellen Erfahrungen mit Menschen eines anderen Geschlechts. Der Begriff bi-curious kann auch auf Heterosexuelle adaptiert werden, die z.B. Geschlechtsverkehr mit einer gleichgeschlechtlichen Person nicht kategorisch ausschließen würden. Die Etablierung dieser Bezeichnung ist auf die Intention von Subjekten zurückzuführen, sich nicht in komplexitätsreduzierende, tertiäre Kategorien wie heterosexuell, homosexuell oder bisexuell einordnen zu lassen. Auch unter "Er sucht ihn" Erotik nennen sich einige Hetero

Biologisches Geschlecht

Bisexualität

Blowjob - BJ

Blue balls

Unter Blue Balls versteht man eine Sexualpraktik, bei der die Erregung so weit getrieben wird, bis man kurz vor einem Orgasmus steht. Aufgrund der wiederholten Erregung bis fast zum Orgasmus können aufgrund der Durchblutung die Hoden blau anlaufen, die dann als Blue Balls bekannt sind. Dies wird auch von Einigen als „Edging“ bezeichnet, also vom englischen Wort „Edge“, was Rand oder Grenze bedeutet. Diese Sexualpraktik gehört in Teilen zu BDSM, was daran liegt, dass neben den Blue Balls bei Männern auch Schmerzen auftreten können. Fans von BDSM gefällt diese Art von Schmerz, weswegen die Praktik zum Großteil in der Szene ausgeübt wird.

Bonjour Tropfen

Bottom

Bottom ist ein Szeneausdruck im BDSM für den Submissiven, also den unterwürfigen Sklaven, im Gegensatz zum Top, dem dominanten Herrn. Zudem kann der Ausdruck für den Hintern bzw. für einen auffälligen Po verwendet werden. 

Boysahne

Bromance

Der Begriff Bromance setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „Brother” (Bruder) und „Romance” (Romantik) zusammen und steht für eine sehr innige Beziehung zwischen zwei Männern. Oft entsteht sie aus einer langjährigen Freundschaft und hat nicht immer etwas mit Homosexualität zu tun. Beide Personen bezeichnen sich oft gegenseitig als Brüder und haben auch keine Scheu, dies der Öffentlichkeit preiszugeben. Auch in den Medien taucht das Wort „Bromance“ immer wieder auf, da immer mehr Männer sich zu ihrer engen Freundschaft mit Gleichgeschlechtlichen bekennen und Filme wie „Hangover“ dieses Thema auch aufgreifen. Das Sprichwort „Wahre Liebe gibt es nur unter Männern“ taucht öfters in diesem Kontext auf.

Butch und femme

Eine „Femme“ ist eine lesbische oder queere Frau, die ein sehr weibliches Aussehen und Auftreten hat. Der Begriff Femme leitet sich aus dem französischen ab und heißt Frau. Femmes werden durch ihr weibliches Äußeres meistens als heterosexuell wahrgenommen. Dadurch ist es für sie schwieriger, als lesbisch/queer wahrgenommen zu werden. Eine „Butch“ ist beinahe das Gegenteil einer Femme, sie wirkt sehr männlich und hat ein maskulines Auftreten. Dadurch erfüllt sie häufig das Klischee der typisch, lesbischen Frau. Der Begriff butch leitet sich aus dem englischen her und bedeutet „männlich“. In Verbindung mit schwulen Männern wird der Begriff häufig zum Ausdruck von (Hyper-)Maskulinität verwendet. Bei beiden Bezeichnungen handelt es sich vorrangig um Selbstdefinitionen.

Butt Plug

C

Callboy

CB

CBT

Chaser

Der Begriff Chaser stammt aus dem Englischen und bedeutet Jäger oder Verfolger. In der Schwulenszene steht er für eher junge und schlanke Schwule, die sich stark von sogenannten Bären angezogen fühlen, also von kräftigen, stämmigen und behaarten Männern und somit hinter diesen "herjagen". Chaser werden auch teilweise Chubby (englisch: rundlich, mollig) Chaser genannt.

Cis-Gender

closet

Das englische Wort closet bedeutet so viel wie Abstellschrank und steht in der schwul-lesbischen Community für die Situation eines Schwulen oder einer Lesbe, der, beziehungsweise die sich noch nicht geoutet hat. Schranklesben oder Schrankschwule stehen noch nicht zur eigenen sexuellen Orientierung, sitzen also noch „im Schrank“. Synonym wird auch der Begriff Klemmschwester verwendet. Klemmschwestern sind Schwule, die ihre Homosexualität nicht oder nur heimlich ausleben.

closeted

Closeted (engl. verborgen, verschlossen) bezeichnet im LGBT-Kontext einen Menschen, der bisher kein Coming-out hatte, der sich also nicht öffentlich zu seiner Homosexualität oder Geschlechtsidentität bekannt hat. Der Begriff lehnt an der Metapher an, dass Homosexuelle ein Leben wie in einem Schrank (engl. closet) verborgen führen. Nach Offenbarung ihrer wahren sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität kommen sie aus dem Schrank heraus (engl. coming out). Der deutsche entsprechende Begriff heißt „verkappt“.

Cock

Cock Stuffing

Cockring

Coming Out

Coming Out Day

Der Coming Out Day ist ein am 11. Oktober jährlich stattfindendes Event, an dem diverse Jugendgruppen und Vereine, die sich für Homosexuelle einsetzen, Beratungen und Freizeitveranstaltungen anbieten, um junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender bei deren Outing zu unterstützen. Neben den klassischen Beratungen und Vereinsprogrammen werden am Coming Out Day oft auch Diskussionsrunden veranstaltet, an welchen Gastredner eingeladen werden und von deren Coming Out erzählen, wodurch die jugendlichen Homosexuellen ermutigt werden sollen, zu sich selbst zu stehen. Der Coming Out Day wurde im Jahre 1988 in den USA ins Leben gerufen und hat sich seit dem weltweit verbreitet.

Cottaging

Cottaging ist eine schwule Spielart für Sex mit Unbekannten, zu denen ganz bewusst keine persönliche oder gar gefühlsmäßige Beziehung aufgebaut wird. Auch die aufgesuchte Örtlichkeit liegt ganz bewusst in der Anonymität außerhalb der eigenen Wohnung. So bevorzugen Schwule in diesem Fall öffentliche Orte wie z. B. Toiletten, abgeschiedene Parks, Bahnhöfe oder auch das (eigene) Auto. Seit ungefähr 20 Jahren verliert das Cottaging aufgrund der sexuellen Liberalisierung in der Schwulenkultur stetig an Bedeutung. 

Creampie

Kommt es beim Geschlechtsverkehr zur Ejakulation des Mannes in die Vagina oder den After, so spricht man von einem Creampie. Wörtlich bedeutet der Begriff „Sahnekuchen“ und soll symbolisch verdeutlichen, dass Sperma auf bzw. in die jeweilige Körperöffnung gespritzt wird. Die Praktik gehört explizit nicht zu Praktiken im Bereich Safer Sex und sollte daher nur bei festen Partnern praktiziert werden.

Crisco

Crisco ist eine amerikanische Marke eines Brat- und Backfettes, dass beim schwulen Sex als Gleitmittel dient. Vorteilhaft ist, dass Crisco hautpflegend, geruchsneutral ist und nicht ranzig wird. Zudem kann es diskreter gekauft werden als Gleitgel oder Gleitcreme. Aber Vorsicht: Wie alle fetthaltigen Gleitmittel macht es latexbasierte Kondome porös und bringt sie zum Reißen. Sie schützen dann nicht mehr vor Geschlechtskrankheiten.

Cross Dressing

Cruising

Cruising von engl. „to cruise“ (dt. „herumfahren“) bezeichnet das Austauschen lüsterner Blicke von zwei oder mehreren Schwulen zumeist in einem öffentlichen Raum. Das Ziel des Cruisings ist der Geschlechtsverkehr zum Beispiel in einer Klappe. Es geht um Spontanität, Unverbindlichkeit und sexuelle Abenteuer. Cruising kann sinngemäß auch als ein zielgerichtetes Blicke schweifen lassen übersetzt werden. Es gibt unter Schwulen sogar verabredete Cruising Areas, also Treffpunkte wie Saunas, Darkrooms oder Plätze in Parks, die einen festgelegten Raum für die Aktivität des Cruisings bilden. In Abgrenzung zum bloßen Flirten verläuft das Cruising meistens non-verbal und hat den Geschlechtsverkehr zum gemeinsamen Ziel beider Sexualpartner.

Cruising Area

Cruising Area werden Plätze, Parkanlagen, Saunen, Bars, Clubs und Rastplätze genannt, die Treffpunkte der Schwulenszene einer Stadt sind. In gegenüber homosexuellen restriktiven Ländern und Zeiten ist/war nur an solchen halböffentlichen Plätzen schwules Leben möglich. Cruising in der deutschen Schwulenszene heißt so viel wie sich präsentieren, sich zeigen und gleichzeitig nach einem Sexpartner Ausschau halten. Auch über Erotikanzeigen können kurzfristig Cruising Areas ausgerufen werden.

CSD

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein im Sommer jährlich stattfindendes Straßenfest, in Andenken der Schwulenaufstände gegen die Polizei in der Christopher Street in New York 1969. Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender demonstrieren an diesem Tag für ihre Rechte und für mehr Toleranz gegenüber Homosexualität. Im deutschsprachigen Raum finden vor allem in Metropolen wie Berlin, München und Köln große Paraden und Umzüge statt. Oft werden politische Reden von Vereinen, die sich für homosexuelle Menschen national und international einsetzen, sowie von einzelnen Homosexuellen gehalten. Auch abwechslungsreiche Musikperformances, Kunst, Lesungen und anschließende Kunst, Partys gehören fest zum Programm des Christoper Street Day.

Cum

Cumshot

D

Daddy

Ein älterer Schwuler, der sich zu deutlich jüngeren Männern hingezogen fühlt, ist ein „Daddy“. Der Begriff kann als Anspielung auf eine Vater-Sohn-Rolle gedeutet werden. Jüngere Männer, die mit einem älteren Mann eine Beziehung eingehen, reizt oftmals die Erfahrung des Partners. In manchen Fällen wird der jüngere Part der Beziehung vom älteren Partner in vielerlei Hinsicht unterstützt. Besteht dieses starke Abhängigkeitsverhältnis, ist des Öfteren auch vom sogenannten „Sugar Daddy“ die Rede. In diesem Fall ist das Abhängigkeitsverhältnis zum großen Teil von materieller Natur. 

Daddy & Sons

In der Schwulenszene werden ein älterer und wesentlich jüngerer Mann als „Daddy und Sons“ bezeichnet. Wenn Homosexuelle diesen Ausdruck bei der Partnersuche benutzen, sind sie nicht an einem Altersunterschied von nur wenigen Jahren interessiert. Viele Daddy & Sons suchen sich bewusst einen Partner, der zwei bis drei Jahrzehnte jünger oder älter ist, gleichgültig ob für eine Nacht oder eine feste Beziehung.

Darkroom

Dauererektion

Deep Throat

Diademgriff

Der Diademgriff ist eine theatralische Geste, die typisch schwul beziehungsweise tuntig ist. Der Kopf wird dabei leicht nach hinten geneigt und die Hand an die Stelle geführt, an der das Diadem sitzen würde, dem Haaransatz. Der Handrücken zeigt dabei in Richtung Stirn und der Daumen bildet mit den restlichen Fingern einen rechten Winkel. Entsetzen, Genervtheit, oder auch Kopfschmerzen wird damit beispielsweise Ausdruck verliehen.

Dilatator

Dipping

Als Dipping wird der ungeschützte Analverkehr bezeichnet. Übersetzt bedeutet der Begriff in etwa „eintauchen“ und beschreibt so sehr bildlich den Vorgang. Weiterhin ist beim Dipping darauf zu achten, dass trotz ungeschütztem Verkehr keine Ejakulation im Anus des Partners stattfindet. Hier sind vorherige Absprachen für einen reibungslosen Liebesakt unabdingbar.

Dirty Sanchez

Diversity

Docking

Drag Queen

Drama Queen

Bei einer Drama Queen handelt es sich um einen Schwulen, der die kleinsten Begebenheiten zu einem großen Vorfall stilisiert und dabei auf Kleinigkeiten überzogen emotional reagiert. Ein solcher Mann nimmt die geringsten Anlässe übertrieben wichtig wahr und macht daraus eine persönliche Katastrophe. Kleinste Trivialitäten führen schon dazu, dass es zur starken, hysterischen Erregung kommt.

DWT

E

Earshot

Effemination

Eichel

Eier

eingetragene Lebenspartnerschaft

Die Eingetragene Lebenspartnerschaft ermöglicht Homosexuellen, in ihrer Beziehung einen Schritt weiter zu gehen und einen rechtlichen Rahmen zu schaffen. Die Partnerschaft ist in Deutschland seit dem Jahr 2001 der Ehe gleichgestellt und wird umgangssprachlich auch als „Homo-Ehe“ bezeichnet. Im Jahr 2011 gab es bereits 34.000 eingetragene Lebenspartnerschaften. Aus einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft resultieren im deutschen Recht fast dieselben Rechte und Pflichten, wie sie aus einer Ehe hervorgehen. Auch ein gemeinsamer Familienname kann gewählt werden. Zu den Rechten und Pflichten gehören unter anderem die Adoption, Unterhaltszahlungen und Erben. Zusätzlich kommt hinzu, dass seit 2005 die Lebenspartner auch nichtleibliche Kinder des Partners adoptieren dürfen, dies war vorher nicht möglich.

Ejakulation

Ejakulationsstörung

Erbsenfreier

Der Erbsenfreier ist ein Begriff für Geizhälse bei der käuflichen Liebe. Er hat sich unter Callboys für solche Freier, sprich Kunden, eingebürgert, die lediglich einen weit unter dem üblichen Preis liegenden Betrag für die jeweilige Liebesdienst zahlen wollen. Der Begriff ist abgeleitet vom Erbsenzähler, womit im Volksmund geizige Menschen betitelt werden.

Erektion

Eyeshot

F

Facial

fag / faggot

Die englische Bezeichnung fag / faggot ist negativ besetzt und soll schwule Personen begrifflich herabwürdigen. Auf Deutsch entspricht fag / faggot ungefähr dem Ausdruck Schwuchtel. Umgangssprachlich wird der Begriff unter Jugendlichen und Heranwachsenden auch unabhängig von einem sexuellen Zusammenhang benutzt, um andere verbal zu provozieren oder in einer Auseinandersetzung zu demütigen.

fag hag

Fag hag ist ein aus dem amerikanischen Gay-Slang übernommener Begriff für eine ältere, heterosexuelle Frau, die sich mit meist jüngeren Schwulen oder bisexuellen Männern umgibt oder diese als enge Freunde hat. Ähnlich wie die deutsche Bezeichnung „Schwulenmutti“ war fag hag ursprünglich eine Beleidigung oder wurde in einem ironischen Kontext benutzt. Schmeichelhaftere Begriffe sind queen bee, homo honey, gay babe bzw. gabe.

Faustfick

Feigwarzen

Fellatio

Feminisierung

Frenulum

Fingerling

Fingern

Fisting

Französisch

Französische Wand

Fremd-Outing

Unter Fremd-Outing versteht man ein von anderen betriebenes Coming-out, also das öffentliche Bekanntgeben von homosexuellen Neigungen. Ein Fremd-Outing ist für den Betroffenen in der Regel nicht freiwillig und zielt auf dessen Diskreditierung ab. Outing ohne Einstimmung des Betroffenen wird juristisch als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen gewertet.

Frischfleich

Als Frischfleisch werden in der schwulen Szene junge Männer bezeichnet, die relativ neu „auf dem Markt“, also zum Beispiel das erste Mal in einer Bar oder einem Club zu sehen sind. Der Ausdruck kann sich aber auch im körperlichen Sinne auf deren sexuelle Unverbrauchtheit bis hin zur (schwulen) Jungfräulichkeit beziehen.

Frotteur

Ein Frotteur ist eine Person, die sich mit den eigenen Genitalien an anderen, fremden Personen reibt und dadurch sexuell stimuliert wird. Dabei genügen bereits kurze Berührungen meist an den Beinen, Po oder Brust des Fremden, um erregt zu werden. Überfüllte Orte wie eine U-Bahn oder eine Großveranstaltung sind bevorzugte Anlaufstellen für einen Frotteur, da dort Menschen ohnehin eng aneinander gedrängt sind.

G

GAM

Die englische Abkürzung GAM steht für Gay Asian Men und bezeichnet somit schwule Männer mit asiatischer Herkunft oder entsprechendem Aussehen. Diese Abkürzung wird unter anderem bei Kontaktanzeigen verwendet, um die Vorlieben konform einzugrenzen oder zu beschreiben. Neben GAM sind in der Szene auch weitere, auf das äußerliche Erscheinungsbild bezogene Abkürzungen wie GBM (Gay Black Men) und GWM (Gay White Men) üblich.

Gay

Gay Games

Die Gay Games sind eine alle vier Jahre stattfindende Sportveranstaltung, die für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender organisiert wird. Die Gay Games wurden 1980 in den USA ins Leben gerufen und haben sich seitdem auf der ganzen Welt verbreitet und sich zu einer äußerst erfolgreichen Veranstaltung entwickelt. Nicht nur der Breitensport, sondern auch ein vielfältiges Kulturprogramm wie Kunstausstellungen und Musikperformances gehören mittlerweile fest zur Veranstaltung. Die Gay Games verzichten auf Qualifikationen sowie Auszeichnungen. Es gibt keine Teilnahmebeschränkung, weswegen durchaus auch Heterosexuelle an den Spielen teilnehmen können. 

Gay Gene

Als Gay Gene werden jene Gene bezeichnet, die einen Einfluss darauf haben können, ob ein Mann schwul wird oder nicht. Der neueste Stand der Wissenschaft besagt, dass es nicht das eine, für das Schwulsein verantwortliche Gen gibt. Stattdessen existieren einige Regionen auf dem X-Chromosom sowie auf dem Chromosom 8, in denen homosexuelle Männer Übereinstimmungen aufweisen.

Gay Pride

Der Begriff Gay Pride steht für einen stolzen und selbstbewussten Umgang mit der eigenen Homosexualität. Lesben und Schwule demonstrieren auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie Paraden (Love-Parade) und Sportveranstaltungen oder in Form von Mahnwachen, dass sich niemand wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken oder schämen muss. Rechnet man alle Gay-Pride-Veranstaltungen zusammen, nehmen an diesen jährlich ungefähr 45 Millionen Homosexuelle beider Geschlechter teil. Den Veranstaltern von Gay-Pride-Aktionen geht es meist auch um politische Ziele. Sie kämpfen für die weltweite Zulassung der Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren sowie deren rechtliche Gleichstellung. Gleichzeitig weisen sie immer wieder darauf hin, dass Homosexualität in vielen Ländern verboten ist und lesbische und schwule Menschen noch immer mit Verfolgung, langjährigen Freiheitsstrafen oder gar der Todesstrafe rechnen müssen.

Gaydar

Als Gaydar ist die Fähigkeit, andere Menschen mit gleicher homosexueller Orientierung auch in größeren Menschengruppen zu erkennen. Der Gaydar als Zusammensetzung aus den Worten Gay und Radar bezeichnet einen sechsten Sinn bzw. eine Art vorbewusste oder unterbewusste Wahrnehmung, durch die andere Menschen mit gleichartigen sexuellen Vorlieben entdeckt werden können. Der Gaydar wurde im Jahr 2000 in das Oxford Compact Englisch Dictionary aufgenommen.

GBM

GBM ist eine englische Abkürzung und steht in der Schwulenszene für Gay Black Men. Damit sind also schwule Männer mit dunkler Hautfarbe gemeint. Es gibt z. B. auch die Abkürzung GWM, die für hellhäutige (W = White) schwule Männer steht.

Gebrochene Hand

Als gebrochene Hand (oft auch Knickhand oder gebrochenes Handgelenk) wird etwas theatralisch eine „tuntige“ Gestik genannt, bei der er die Hand schlaff am Handgelenk runterhängen lässt. Oft wird diese auch seitlich in Höhe der Brust gehalten, beim Kommunizieren wird diese Hand meist aber mitbenutzt, um etwas zu verdeutlichen oder beispielsweise um das „Hach“ zu betonen.

Geburtsgeschlecht

Genderfluid

Gerontophilie

Unter Gerontophilie versteht man im Allgemeinen das insbesondere sexuelle Interesse an oftmals erheblich älteren Menschen, in der Schwulenszene demnach explizit an älteren Männern. Der Begriff stammt aus dem Griechischen, wobei „geron“ auf Deutsch Greis und „philos“ Freund bedeutet, „philie“ bezeichnet von Letzterem abgeleitet die Vorliebe für Objekte oder Personen mit bestimmten Charakteristiken.

Geschlechtsidentität

GLBT

GLBT steht in aller Regel als Abkürzung für die vier englischen Begriffe Gay, Lesbian, Bisexual und Transgender. Mit dieser in der Schwulenszene häufig vorkommenden Abkürzung wird also eine Gruppe von Menschen beschrieben, die nicht der sogenannten Heteronormativität zuzuordnen sind. Gebräuchlich ist auch die Abkürzung LGBT. Sie steht für „Lesbian“, „Gay“, „Bisexual“ und „Transgender“.

Gleitmittel, Gleitgel

Gleitmittel oder auch Gleitgel nutzt man zum Anfeuchten oder Schmieren des Anus und des Penis, um so das Eindringen zu erleichtern. Dadurch ist es nicht schmerzhaft und der Lustfaktor wird erhöht. Für ein lustvolles Vorspiel gibt es diese auch mit Geschmack. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Gleitmittel oder Gleitgel latex- oder kondomgeeignet ist, damit diese nicht beschädigt werden.

Glory Hole

Griechisch

GV

GWM

GWM ist das englische Kürzel für schwule weiße Männer. „Gay white man“ ist eine pauschale Definition, die alle Homosexuellen mit weißer Hautfarbe umfasst. Das Kürzel kann sowohl „gay white male“, also „schwul, weiß und männlich“ als auch „gay white man“ also „schwuler weißer Man“ bedeuten, was aber weder satzbautechnisch noch inhaltlich ein Problem darstellt.

H

Hähnchenstellung

Hamburger Ehe

Handballing

Handjob

Hanky-Code

Der Hanky-Code (übersetzt „Taschentuchcode“) ist eine aus der Mode gekommene Methode Homosexueller, ihre sexuellen Vorlieben und Neigungen unter Zuhilfenahme farbiger Taschen- oder Halstücher deutlich zu machen und erleichtert die Suche nach Partnern mit ähnlichen Vorlieben, vor allem in Bereichen, in denen verbale Kommunikation schwierig ist, beispielsweise in Clubs oder Bars mit entsprechend lauter Geräuschkulisse. Das Tuch wird meist in eine der Gesäßtaschen gesteckt, wobei seine Position verrät, ob der Träger aktiv (linke Tasche) oder passiv (rechte Tasche) ist. Flexibilität wird mit einem um den Hals getragenen Tuch signalisiert. Aufschluss über die Art der Vorlieben gibt die gewählte Farbe. So steht Schwarz etwa für BDSM, Olivgrün für Militärrollenspiele oder einen Uniformfetisch und Dunkelblau für Analverkehr. Alle Information unter Der Hanky Code - Gay Signale.

Hengst

Ein Hengst ist der bei einer sexuellen Begegnung aktive Partner. Sein passives Gegenstück heißt Stute. Im schwulen Liebesspiel dringt nur der Penis des Hengstes in eine Körperöffnung des Sexualpartners z. B. Mund oder Rektum ein. Meist ist der Hengst wegen der größeren Bewegungsfreiheit in der Top Position zu finden, Bottom ist aber genauso möglich.

Hermaphrodit

Heteronormativität

Heterosexismus

Heterosexismus akzeptiert ausschließlich die Beziehung zwischen Mann und Frau. Alle anderen Formen der Sexualität, gleichgeschlechtlich, bi- oder pansexuell, werden als widernatürlich und krank abgelehnt. Heterosexismus gibt es in verschiedenen Ausprägungen. So betrachten manche Heterosexuelle schwule und lesbische Paare als bloße Randerscheinung, sprechen ihnen jegliche tiefer gehende Beziehungsfähigkeit ab und geben sie der Lächerlichkeit preis. In den meisten europäischen Ländern besteht seit der Jahrtausendwende eine steigende Liberalisierung und Tendenz zur rechtlichen Gleichstellung aller Beziehungsformen. Besonders gefährlich ist die Verbindung von Heterosexismus und Religion. So sind Gays beiderlei Geschlechts in vielen muslimischen Ländern noch immer von der Todesstrafe bedroht. 

Heterosexualität

Hijra

HIV

Hoden

Höhepunkt

Homoerotik

Erotische Darstellungen von Männern. In der Regel sind dies wenig bekleidete, gut gebaute Männer sowie sich gegenseitig berührende Männer. Heterosexuelle übersehen die knisternde Erotik bei diesen Abbildungen oftmals.

Homo-Heilung

Der Begriff "Homo-Heilung" stammt von dem Irrglauben, dass Homosexualität eine mentale Krankheit oder gar eine Entscheidung sei und diese durch eine Therapie verändert werden kann. Besonders in Amerika sind die sogenannten Reparativtherapien (auf englisch „conversion therapy") verbreitet, bei denen unter anderem mit Methoden aus dem Bereich der operanten Konditionierung vorgegangen wird. Dabei wird auf „ungewünschtes“ Verhalten mit negativen Reizen reagiert, um das aufgetretene Verhalten nach und nach abzubauen. Opfer können dauerhaften psychischen Schaden erleiden.

homophil

Die Bezeichnung homophil ist gleichbedeutend mit homosexuell, wird im Alltagsgebrauch allerdings nur selten verwendet. „Homo“ steht immer für „gleich“ (geschlechtlich), wohingegen die Nachsilbe „phil“ für liebend steht. Homophil ist sowohl derjenige, der das gleiche Geschlecht in schwärmerischer Weise verehrt und Zärtlichkeiten mit ihm austauscht als auch derjenige, der sexuelle Handlungen praktiziert.

Homophobie

Homophobie bezeichnet die Abneigung oder Hass gegenüber Homosexuellen, wobei diese extreme Formen annehmen kann, bis hin zu verbalen oder physischen Angriffen. Auch subtilere Formen der Abwertung können als homophob bezeichnet werden, etwa die Verwendung von Begriffen wie „Schwuchtel“. Allerdings ist Homophobie nicht ausschließlich bei heterosexuellen Personen zu finden, sondern auch unter Homosexuellen selbst anzutreffen. Hier spricht man von verinnerlichter Homophobie, die stark mit der Gesellschaft und ihrer Haltung gegenüber Homosexualität verbunden ist. Sie kann zu Selbsthass und Verleugnung der eigenen Sexualität führen, sich aber auch in Abneigung gegenüber Leuten äußern, die sich nicht an heteronormative Erwartungen anpassen.

Homosexualität

horny

Hot Rubber

House of Boys

Eine Einrichtung mit mehreren Zimmern oder Räumen, in der schwule Männer sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt anbieten, wird House of Boys oder auch Boy-Club genannt. Im Gegensatz zu Bordellen, in denen weibliche Prostituierte ihre Dienste anbieten, sind Houses of Boys aufgrund der geringeren Nachfrage im Allgemeinen nur in größeren Städten zu finden und somit urbane Erscheinungen.

Houseboy

Ein Houseboy ist in der Regel ein schwuler, gut aussehender Junge, beziehungsweise Mann, der bei einem homosexuellen Mann oder Paar im Haus lebt. Er übernimmt nicht nur Arbeiten im Haus, sondern steht vor allem für sexuelle Dienste zur freien Verfügung. Ein Houseboy erhält oft kein Geld für seine Arbeiten. Es ist ihm Lohn genug, als Sexsklave erniedrigt zu werden. Oft leben Houseboys mit im Haushalt oder kommen zumindest sehr oft vorbei.

Hunk

Husche

Der Ausdruck Husche bezeichnet ganz einfach einen homosexuellen Mann. Er wird ganz ähnlich gebraucht wie etwa die Ausdrücke „Tucke“ oder „Schwuchtel“. Je nachdem, wer ihn verwendet, kann er demnach als Beschimpfung oder als Ironisierung verstanden werden. In einem schwulen Umfeld hat „Husche“ gerne auch mal einen zärtlichen oder durchaus neckenden Kontext.

HV

Hypersexualität

I

Impotenz

Injakulation

Intersexualität

Ein Mensch, der sowohl männliche als auch weibliche, körperliche Merkmale besitzt, ist intersexuell. Da Gene, Anatomie und/oder Hormone die (Mit-)Ursache sein können, existieren viele verschiedene Ausprägungen. Es gibt dadurch individuelle Überschneidungen zu den als unzureichend erlebten Geschlechterrollen bei Transgender. Klar abgegrenzt ist hingegen Transsexualität, da bei transsexuellen Menschen das biologische Geschlecht eindeutig bestimmt werden kann. Andere Bezeichnungen für intersexuelle Menschen sind: Zwitter, Hermaphroditen oder Herms.

J

Jack Off Party

Jelly Beads

Jen Mo Punkt

Jockstrap

Der Jockstrap bedeckt nur den Penis, so dass das Hinterteil erotisch zur Geltung kommt. Ursprünglich als Sportschutzkleidung im Einsatz, kleidet der Jockstrap heute viele Schwule bei Szenetreffen.

K

Kink

Kink ist nicht-konforme Sexualität. Kinker empfinden den normalem Sex als langweilig. BDSM wie auch eine Reihe von Fetischen zählen als kinky, wie auch verschiedene Arten von Rollenspielen, aber auch Cybersex. Die Fantasie spielt bei Kink-Sex eine große Rolle und öffnet somit alle möglichen Spielarten. Wird abwertend auch als "pervers" bezeichnet.

Klappe

Unter Schwulen bezeichnet eine Klappe einen öffentlichen Ort (meist eine Toilette), an dem sich ein homosexueller Mann meist zu spontanem, schnellem und/oder anonymem Geschlechtsverkehr mit einem anderen Mann oder mehreren Männern trifft. Eine Klappe wird dabei nicht genuin als solche im öffentlichen Raum errichtet. Vielmehr definiert die symbolische Kennzeichnung (etwa durch Graffitis) oder die mehrfache Benutzung wie eben einer öffentlichen Toilette von Schwulen deren Status als Klappe. Klappen sind in der schwulen Subkultur seit Jahrhunderten verankert und dienten Homosexuellen häufig als geschützte Räume vor Diskriminierung und strafrechtlicher Verfolgung. Durch eine sinkende Stigmatisierung von Homosexualität in modernen Gesellschaften haben Klappen heute einiges von ihrer Relevanz eingebüßt.

Klemmschwester

Als Klemmschwester wird ein Schwuler bezeichnet, der nicht öffentlich zu seiner Homosexualität stehen will. Manchmal geben diese Männer zudem bewusst vor, heterosexuell zu sein, um so ihre Liebe zum eigenen Geschlecht noch besser verstecken zu können. Schwule untereinander bezeichnen aber auch Männer, die ihre Neigung eventuell selbst noch gar nicht wahrhaben wollen, als Klemmschwestern.

Klischee

Kolliergriff

Der sogenannte Kolliergriff ist eine Geste, bei der mit abgespreiztem Daumen die restlichen Finger an das Dekolleté geführt werden. Diese wurde in früheren Zeiten von wohlhabenden Damen angewandt, um den Sitz ihres Diamantkolliers zu überprüfen. Mittlerweile ist die Geste in der Schwulenszene weit verbreitet, wo sie allerdings als Ausdruck von Entsetzen oder Empörung verwendet wird.

Kondom

L

L

Ladyboy

Lambda λ

Der griechische Buchstabe Lambda ist ein weltweit bekanntes und weitverbreitetes Symbol, das für die Lebensweise von Schwulen und Lesben steht. Seinen Ursprung hat es in der Schwulenrechtsbewegung der 1970er Jahre in den USA. Da Lambda im Griechischen für den Buchstaben „L“ steht, wurde mit ihm gerne auch bei Gay-Pride-Veranstaltungen auf „Liberty“, also auf „Freiheit“, im Zusammenhang mit lesbischen oder schwulen Lebensentwürfen verwiesen.

Leather Pride Flag

Die Leather Pride Flag ist ursprünglich das Symbol und Erkennungszeichen der homosexuellen Leder- und BDSM-Szene. Sie wird aber auch in der heterosexuellen BDSM-Szene verwendet. Die Flagge besteht aus je vier abwechselnd königsblauen und schwarzen Querstreifen sowie einem weißen Querstreifen in der Mitte. In der linken oberen Ecke befindet sich ein rotes, zur linken Seite geneigtes Herz. Designer der Flagge ist Tony deBlase.

Lederszene

Die Lederszene ist eine homosexuelle ledertragende Fetischszene, die auch als Leather Pride bezeichnet wird. Die Lederszene entwickelte sich nach dem zweiten Weltkrieg aus der US-amerikanischen Motorradfahrer-Subkultur. Es wird weiterhin unterschieden zwischen der Old-Guard und New-Guard Lederbewegung. Die New- Guard Bewegung unterscheidet sich vor allem durch eine wesentlich lockere sexuelle Reglementierung.

Lesbe/lesbisch

Lesben- und Schwulenviertel

Der Begriff Lesben- und Schwulenviertel referiert auf einen öffentlichen, vorwiegend in Großstädten anzufindenden sozialen Raum, in dem vermehrt schwule und lesbische Menschen wohnhaft sind bzw. sozial interagieren. Solche Viertel werden in den USA auch Gay Villages oder Gay Areas genannt. Gekennzeichnet ist ein Lesben- und Schwulenviertel vor allem durch eine größere Zahl an öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Kneipen, Restaurants und Geschäften, die für Emanzipationsdiskurse sensibilisiert sind und räumlich gegen trans- und homophobe Ressentiments Stellung beziehen. Gay Villages sind insofern auch als politische Räume zu betrachten, in denen auf die Historizität und somit Veränderbarkeit von Normen und herrschender gesellschaftlicher Disziplinarstrukturen aufmerksam gemacht wird, was letztlich die Pluralisierung einer Gesellschaft und eine größere demokratische Teilhabe von Minderheiten in ihr zum Ziel hat.

LGBT

Die Abkürzung LGBT entstand im englischsprachigen Raum in den 1990er Jahren und steht für lesbian, gay, bisexuell, transsexual oder transgender. LGBT steht für eine Gruppe von Menschen, die nicht der Heteronormativität entsprechen, also eine von der gesellschaftlichen Norm abweichende sexuelle Orientierung und/oder andere Geschlechtsidentität besitzen. Mittlerweile ist LGBT ein international verwendeter Begriff. Manchmal wird ein Sternchen angehängt (LGBT*) oder ein "I" für Intersexuell, um alle Personengruppen einzubinden, die sich zugehörig fühlen.

Lingam-Massage

M

M

mask.

Masturbation

Melken

Mongolisch

Morgenlatte

Mouthshot

Mundverkehr

N

negativ

Neunundsechzig (69)

Nille

Noseshot

NSA

Nylonfetisch und Nylonsex

O

Oldie

Onanie

One Night Stand (ONS)

Oralverkehr

Orgasmus

Outing

OV

P

pansexuell

Penetration

Penis

Penislänge

Penispumpe

Penisvergrößerung

PEP

Petting

Phallus

positiv

Potato-Queen

Der Begriff Potato-Queen wird in der schwulen Szene für einen asiatischen oder dunkelhäutigen schwulen Mann verwendet, der eine Vorliebe für weiße Männer hat. Diese Ungleichheit wirkt auf eine Potato-Queen sehr anregend, weil es für viele Menschen ein Tabu ist, Sex mit einem Andersfarbigen zu haben, das hiermit gebrochen werden soll. Der Begriff ist aber nicht negativ belastet und sollte auch nicht als solcher verwendet werden.

pozzen

Pozzsum

P-Punkt

Priapismus

Pride

Der Pride, also Stolz, wird oft im Zusammenhang mit dem Wort gay benutzt. Der Gay pride, übersetzt etwa Schwulenstolz, steht für das offensive Zeigen und Ausleben von Homosexualität. Der Gay pride kann als Antwort auf die jahrhundertelange Unterdrückung homosexueller Menschen verstanden werden. Man kann die gesamte moderne Schwulen- und Lesbenbewegung als Ergebnis des gay pride bezeichnen. Durch den Gay pride entstehen Aktionen wie der Christopher Street Day. Termine für stattfindende Christopher Street Days findest du hier.

Prostata

Q

Queen

Das englische Wort für Königin wird in der homosexuellen Community für eigensinnige Schwule verwendet. Der Begriff Queen steht umgangssprachlich für einen schwulen Mann, der mit ständigen Sonderwünschen oder besonderen Ansprüchen aus dem Rahmen fällt. Die Bezeichnung kann abschätzig und abwertend gebraucht werden, aber auch selbst als Ausdruck der eigenen Identität verwendet werden. Vergleich Drag Queen hier.

Queer

R

Radical Faeries

Die Bewegung der Radical Faeries begann 1979 auf der „Spiritual Conference for Radical Fairies“, gegründet von Harry Hay (1912–2002) und seinem Partner John Burnside. Harry Hay war Kommunist, schwul, Aktivist für Schwulenrechte und gründete die „Mattachine Society“. Die „Mattachine Society“ war die erste Gruppe, die in den USA aktiv für Schwulenrechte eintrat. Dogmen oder zwingende Hierarchien sind bei den Radical Faeries nicht zu finden. Die Faeries sind die erste spirituelle Bewegung und finden ihre Inspiration in Naturvölkern wie die Aborigines oder den alten Kelten. Auf der Suche nach dem „Gay-Spirit“ werden Werte wie Akzeptanz, respektvoller Umgang miteinander und Achtsamkeit gelebt.

Raphe

raw

Der Begriff „raw“ stammt aus dem Englischen und bedeutet etwa so viel wie „roh“ oder „grob“. In der Schwulenszene bezeichnet man damit Sex ohne Kondom. In einigen Fällen spricht man dann auch vom sogenannten „Bareback“, was bedeutet, dass man ebenfalls Sex ohne Kondom hat. Zu empfehlen ist ein Kondom, um Geschlechtskrankheiten wie HIV zu vermeiden.

Red Ribbon

Regenbogenfahne

Die Regenbogenfahne, auch Gay Flag genannt, steht als Symbol für die Schwulen- und Lesbenbewegung und hat sich weltweit etabliert. Die ursprünglich entworfenen acht Farbstreifen wurden für die Produktion auf sieben reduziert. Sie sollen neben dem Stolz der Schwulen und Lesben auch deren vielfältige Lebensweise widerspiegeln. Die Gay Flag ist heute auf dem Markt mit sechs Farbstreifen erhältlich: Rot steht für das Leben, Orange für die Gesundheit und Gelb für das Sonnenlicht. Weitere Farben sind Grün, welche für die Natur steht und Königsblau für Harmonie. Die Regenbogenfahne schließt mit der Farbe Violett ab, die dem Geist zugeordnet wird.

Regenbogenfamilie

Unter einer Regenbogenfamilie versteht man eine Familie, bei der beide Elternteile gleichgeschlechtlich orientiert sind. Je nach Gesetzeslage leben die Eltern in Form einer gleichgeschlechtlichen Ehe, eingetragenen Partnerschaft oder formlos als Lebensgefährten zusammen. In Deutschland ist bisher die Stiefkindadoption erlaubt, die gemeinsame Adoption eines fremden Kindes jedoch nicht. Der Name stammt von der Regenbogenflagge, dem Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung. Der internationale Tag der Regenbogenfamilie wird jeden ersten Sonntag im Mai gefeiert. Mehr unter Was ist anders in einer schwulen Partnerschaft?.

Reibesex

Reisqueen/Rice Queen

Eine Reisqueen/Rice Queen ist ein Schwuler, der eine sexuelle Vorliebe für Asiaten hat. Er hält also überwiegend nach Männern mit asiatischen Wurzeln Ausschau, denn in seinen Augen sind sie am attraktivsten und üben eine starke Anziehung auf ihn aus. Eine Bean Queen hingegen bevorzugt Männer lateinamerikanischer Herkunft oder Männer mit dunkler Hautfarbe.

Rimming (Rim-Job)

Rosa Winkel

Der Rosa Winkel ist seit den 1970er Jahren ein internationales Symbol der Schwulenbewegung. Er wurde in Europa in den 1990er Jahren durch die Regenbogenfahne, dem Symbol der LGBT-Bewegung abgelöst. Zur Zeit des NS-Regimes wurden Häftlinge, die wegen ihrer Homosexualität in Konzentrationslagern verschleppt wurden, mit einem Rosa Winkel als Stoffaufnäher gekennzeichnet. Laut Schätzungen gab es 10.000 bis 15.000 schwule Verschleppte in Konzentrationslagern, 4.000 überlebten bis Kriegsende. Auch nach 1945 blieb Homosexualität in Deutschland strafbar; der von den Nazis verschärfte Paragraf 175 wurde erst 1969 abgeschafft. Kein schwules NS-Opfer wurde je finanziell entschädigt. Mahnmale in Berlin, Köln, Frankfurt, Tel Aviv und vielen weiteren Orten zum Gedenken an die homosexuellen Opfer greifen den Rosa Winkel als Symbol auf.

Rubber

Der Begriff Rubber stammt wie so viele andere Ausdrücke in der Schwulenszene aus dem Englischen und bedeutet Gummi oder Kautschuk. Es sind damit eng anliegende Kleidungsstücke oder auch Accessoires gemeint, welche aus diesem Material bestehen. Rubber ist dementsprechend insbesondere in der Fetischszene populär, findet aber durchaus auch in anderen Bereichen Verwendung.

S

S

safe

Safer Sex

Samenerguss

Sandwich

Schenkelverkehr

Schlucken

Schutzalter

Ab welchem Alter Sex mit einem Jugendlichen erlaubt ist, ist durch das sogenannte Schutzalter geregelt. Grundsätzlich ist Sex mit einem Jungen unter 14 Jahren verboten. Es droht eine Bestrafung wegen sexuellen Missbrauchs. Ist der Partner über 21 Jahre alt, kann auch Geschlechtsverkehr mit einem 14- oder 15-jährigen Jungen gegen das Gesetz sein, wenn Sachverständige eine „fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung“ des Minderjährigen feststellen. Erst nach Abschluss des 16. Lebensjahres ist Sex nicht mehr illegal, da das Gesetz davon ausgeht, dass Jugendliche dann alt genug sind, um für sich selbst sprechen zu können. In zwei Ausnahmen wird das Schutzalter auf 18 Jahre angehoben: Der Sexpartner ist ein Lehrer oder Erziehungsberechtigter oder der Jugendliche bietet als Callboy Sex für Geld an. Auf markt.de ist der Kontaktmarkt laut Nutzungsbedingungen erst für Personen ab 18 Jahren erlaubt.

Schwester

Der Begriff Schwester ist in der Schwulenszene ein recht häufig verwendeter Begriff als Synonym für einen homosexuellen Mann. Das Wort „Klemmschwester“ stellt eine Abwandlung des Begriffs dar. Als Klemmschwester wird normalerweise ein schwuler Mann bezeichnet, der nicht zu seiner Homosexualität steht beziehungsweise vorgibt, heterosexuell zu sein. Wie man sich im Freundeskreis und der Familie outet, erfährst du in unserem ratgeber zum Thema spätes Coming-Out.

Schwuchtel

Schwuchtel ist in erster Linie ein homophobes Schimpfwort. Verwendet wird es in der Regel für homosexuelle Männer allgemein oder solche, die sich mädchenhaft beziehungsweise weiblich verhalten. Es ist das am häufigsten verwendete Synonym für Tunte. Teilweise bezeichnen sich Schwule aber auch selbst als Schwuchtel, etwa um sich abzugrenzen oder mit ironischem Unterton.

schwul

Schwulensauna

Eine Schwulensauna ist eine Sauna für ausschließlich homosexuelle Männer, in der sexuelle Kontakte ermöglicht werden. Die Geschichte der Schwulensauna reicht bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Badehäuser und spezielle Institutionen dienten dem sozialen Austausch und sexuellen Kontakten zwischen Männern. Zur Ausstattung der meisten Schwulensaunen gehören unter anderem ein Whirlpool, Ruhebereiche, Darkrooms, eine Dampfsauna, Aufenthaltsräume, Wellnessbereiche und eine Bar mit großer Auswahl an Getränken und unterschiedlichen warmen und kalten Gerichten. Außerdem werden in Videoräumen der Schwulensaunen auch Pornofilme gezeigt. Benimmregeln für einen Saunabesuch findest du im Sauna-Knigge.

Schwuppe

Das Wort Schwuppe stammt ursprünglich aus der niederdeutschen Sprache des späten Mittelalters und beschreibt das Ende einer Peitsche. Dabei trat es jedoch noch nicht in der aktuell geläufigen Form auf, sondern als „swepe“. Später wurde das Wort auch als „schwanken“ genutzt. „Schwuppe“ verwenden viele Schwule meist im neutralen, freundschaftlichen Sinne. Somit ist der Begriff nicht negativ konnotiert wie beispielsweise „Schwuchtel“.

Scrotilingus

Unter Scrotilingus versteht man das Lecken und Stimulieren des männlichen Hodensacks, z. B. während des erotischen Vorspiels. Da der Hodensack eine stark erogene Zone und sehr gefühlsempfindlich ist, haben viele Männer ein Gefallen an der zärtlichen Liebkosung mit der Zunge. Häufig wird der Scrotilingus in Verbindung mit Fellatio ausgeübt und zählt damit als eine besondere Variante des Oralverkehrs.

Scrotilingus

Selbstbefriedigung

Self-Outing

Allgemein ist das Coming-Out ein Prozess, bei dem sich ein Mensch der eigenen homosexuellen Identität bewusst wird und diese auch nach außen hin erkennbar wird. Bei einem Self-Outing wird das Outing durch den Schwulen selbst gesteuert. Es ist ein bewusster und freiwilliger Prozess, der zu dem Zeitpunkt erfolgt, an dem derjenige so weit ist. Hier findest du Tipps für ein Outing am Arbeitsplatz.

Sextoys

sexuelle Denunziation

sexuelle Vielfalt

Shemale

Ein Shemale ist ein Mann, der zwar durch eine Operation Brüste erhalten hat, aber nach wie vor seinen Penis besitzt. Der Erhalt von Brüsten und einer weiblichen Körperform funktioniert auch durch weibliche Hormone, die mit Tabletten eingenommen werden. Shemales bezeichnen sich selbst als Frauen, auch wenn sie (noch) ein männliches Geschlechtsorgan besitzen.

Shonen-Ai

Shonen Ai, japanisch für Jungenliebe, bezeichnet in westlichen Ländern Animes und Mangas, die von Liebesbeziehungen zwischen Jungen handeln. In Japan verwendet man die Bezeichnung Boys' Love für dieses Genre. Bei Shonen Ai stehen die emotionalen Beziehungen und Entwicklungen der Charaktere im Vordergrund, wogegen man erotische Darstellungen in Mangas und Animes zwischen Jungen im Genre Yaoi findet.

Shotacon

Shotacon ist ein Genre für japanische Zeichnungen, vor allem Mangas und Animes, in dem Jungen vor und in der Pubertät in erotischer Weise dargestellt werden. Die Jungen werden als Objekt oder in homoerotischer Weise abgebildet. In Japan selbst umfasst der Begriff Shotacon oder Shota allgemeiner die Vorliebe für niedliche, minderjährige Jungen.

Sissi oder Sissy

In Anlehnung an den Kurznamen Sissi der immer noch sehr populären Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn hat sich der Begriff Sissi für schwule Männer mit als eher weiblich eingeordnetem Erscheinungsbild, Mimik, Gesten und Verhalten eingebürgert. Sissy stammt aus dem Englischen Sister für Schwester - und bezeichnet ein stereotypes, mädchenhaftes Verhalten von Schwulen.

Size Queen

Je größer, desto besser: Der Size Queen ist bei der Auswahl der Partner besonders wichtig, dass diese gut ausgestattet sind, sprich, einen möglichst großen Penis vorzuweisen haben. Dies kann so weit gehen, dass die Penisgröße das einzige Kriterium ist und somit Männer, die diesbezüglich unter dem Durchschnitt liegen, kategorisch nicht in Betracht gezogen werden.

Skoliosexuell

Smegma

Snowballing

Sodomie

Homosexualität wurde früher auch als Sodomie bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der biblischen Stadt Sodom ab, in der es wild getrieben wurde. Die aktuelle Verwendung des Begriffs bezeichnet den Geschlechtsakt zwischen Menschen und Tieren. Der Grad der Perversion war jedoch bis in die 70er Jahre hinein für viele Menschen der Gleiche.

Sounding

Soziales Geschlecht/Gender

Spartacus

Der Spartacus International Gay Guide ist ein internationaler Reiseführer für Schwule, der erstmals 1970 in Sussex erschien. Alphabetisch nach Ländern sortiert enthält er Informationen, die speziell für schwule Touristen interessant sind. Neben einem allgemeinen Text zur rechtlichen Lage von Homosexuellen im jeweiligen Land sind im Spartacus Bars, Hotels, Saunen, Strände, Selbsthilfegruppen oder AIDS-Hilfe-Telefonnummern der Schwulenszenen aufgelistet. Die Auflage beträgt 75.000 pro Jahr, herausgegeben vom Bruno Gmündner Verlag in Berlin. Hier geht es zur Website.

Speedo

Speedo ist eine sehr knappe, enganliegende Badehose und der Markenname eines australischen Herstellers für Schwimmbekleidung. Im englischen Sprachgebrauch wird der Begriff mittlerweile synonym für eine Männer-Badehose im typischen Slip-Format verwendet. Auch Schwule bezeichnen knapp geschnittene, eng anliegende Badehosen als Speedos. Sie bedecken nur das Nötigste und sind perfekt für den Schwimmsport oder Sonnenbäder geeignet. Diese haben sich als bevorzugte Schwimmbekleidung für Schwule etabliert. Modebewusste, gut gebaute Männer zeigen mit einer Speedo, was sie in der Hose haben.

Sperma

Spicksen

Wenn ein schwuler Mann am Pissoir versucht, einen unauffälligen Blick auf den Penis des Nebenmannes zu werfen, so wird dies als „Spicksen“ bezeichnet. Es kann sich nicht nur auf das Schielen auf den Penis beziehen, sondern auch auf einen versteckten Blick auf den Hintern des Nebenmannes. Die alternative Schreibweise zu „Spicksen“ lautet „Spichsen“.

Squeeze-Technik

SS

Ständer

Stigma

Stigma kann mit Makel übersetzt werden. Im Bereich der Homosexualität muss man ebenfalls von einem Stigma sprechen, da Homosexuelle nach wie vor von der Gesellschaft als Minderheit ausgegrenzt und nur über ihre Sexualität definiert werden. Ausgelöst durch mangelnde Toleranz werden Homosexuelle weiterhin nicht als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft betrachtet und ihre sexuelle Orientierung als Defizit gesehen.

Straight

Straight Acting

Straight Acting referiert auf eine mehrheitlich als heterosexuelle wahrgenommene Verhaltensweise eines Schwulen oder einer Lesbe. Das Straight Acting wird konstituiert durch ein bewusstes Anpassen des gesamten Habitus, also unter anderem der Sprache, der Gestik und der Mimik, an das genderstereotype Verhalten von Heterosexuellen. Straightes Auftreten ist unter Homosexuellen umstritten und führt seit vielen Jahren zu Kontroversen. In einer affirmativen Lesart des Straight Actings wird es als Mittel verstanden, das dabei hilft, ein zum Beispiel allzu weibliches Bild von Schwulen zu dekonstruieren und als falsch zu entlarven. Kritiker sehen in der Verhaltensweise hingegen eine Anbiederung an überkommene Geschlechterrollen, die die Diskriminierung von Menschen, die heteronormativen Diskursen nicht entsprechen, mit verfestigt.

Stricher

Stute

Die Stute ist im herkömmlichen Sinn das weibliche Pferd. Im schwulen Kontext bezeichnet die Stute den passiven Partner. Er liegt oft unten und unterwirft sich dem aktiven Partner. Das Gegenstück zur Stute wird, wieder wie bei den Pferden, als Hengst bezeichnet. Einige Männer unterscheiden sehr streng zwischen den beiden Rollen.

Switcher

Syphilis

Szene

Mit dem Begriff Szene sind Einrichtungen gemeint, die überwiegend bis ausschließlich von schwulen Männern und lesbischen Frauen aufgesucht werden. Dazu zählen jegliche Bars, Diskotheken oder auch Saunen, in denen in der Regel nur homosexuelle Männer verkehren. Schwule Männer, die exzessiv und in reichem Maße in Schwulenbars oder anderen Gay Lokalitäten anzutreffen sind, werden oftmals als Szenenschlampen bezeichnet. Mehr zur Szene in deutschen Großstädten im Gay-Guide.

Szenenschlampe

Unter einer Szenenschlampe versteht man in der Regel einen schwulen Mann, der sich häufig in der Öffentlichkeit bewegt. Dabei besucht dieser bevorzugt Hotspots für Schwule, also zum Beispiel Bars oder Discos für Homosexuelle, aber auch Schwulenklappen. Der Begriff bezieht sich nicht auf die eigentliche Bedeutung – beziehungsweise das Schimpfwort – von „Schlampe“ und wird nicht negativ assoziiert.

T

Taschenbilliard

Top

Tranny

Der Ausdruck „Tranny“ ist in der Schwulenszene ein Sammelbegriff für Transvestiten, Transgender oder auch Transsexuelle. Er unterscheidet folglich nicht zwischen Männern, die es erotisch finden, sich als Frau zu verkleiden, und jenen, die sich tatsächlich im falschen Körper gefangen fühlen. Trannys sind sowohl in der Gayszene als auch bei dominanten heterosexuellen Männern sehr beliebt.

transident

Der Begriff transident wird synonym zu den Begriffen transsexuell und transgender verwendet. Bei transidenten Menschen weicht das empfundene Geschlecht von den Geschlechtsmerkmalen des Körpers ab. Als besonders belastend werden dabei die Reaktionen der Umwelt beschrieben, welche die empfundene Geschlechtszugehörigkeit nicht wahrnehmen können und eine Anerkennung daher meist ausbleibt. Um Assoziationen mit Sexualität zu vermeiden, sondern klarzustellen, dass es sich um eine Frage der Geschlechtsidentität handelt, wird der Begriff transident bevorzugt.

Transphobie

Transsexualität

Transvestitismus

Travestie

Travestie bezeichnet die künstlerische Darstellung einer Bühnenrolle durch Menschen des anderen Geschlechts. Oft schlüpfen Männer in Frauenrollen und verzaubern mit ihrem Singen, Tanzen, Plaudern etc. das Publikum, so wie zum Beispiel beim 59. Eurovision Song Contest der österreichische Sänger und Travestiekünstler Tom Neuwirth in seiner Rolle der Conchita Wurst. Ein Travestiekünstler legt seine Verkleidung in der Garderobe wieder ab und grenzt sich somit klar von einem Transvestiten ab.

Tresenschlampe

In der Schwulenszene bezeichnet man homosexuelle Männer, die in einem Restaurant oder einer Bar als Kellner oder Barkeeper arbeiten, oftmals als Tresenschlampe. Dabei ist dies, im Gegensatz zu der in allgemeiner Verwendung beleidigenden Bedeutung des Wortes Schlampe, nicht bösartig gemeint, sondern vielmehr eine Art liebevoller Kosename, den die Betroffenen im Regelfall auch nicht übel nehmen.

Tripper

TS

Tucke

Der Ausdruck Tucke bezeichnet einen Schwulen, der durch sein Verhalten ganz besonders auffällt. Gemeint ist damit in der Regel ein ausgesprochen zickiges, eingebildetes und auch etwas arrogantes Gehabe mit einem starken Hang zum Femininen. Innerhalb der schulen Community wird das Wort „Tucke“ oft einfach nur beschreibend verwendet. Es kann aber auch den Charakter eines Schimpfworts annehmen, auch wenn es weniger extrem wirkt wie etwa „Schwuchtel“.

Tunte

Eine Tunte ist ein schwuler Mann, der weibliche Gestik und Tonfall übertrieben einsetzt. Durch das klischeehafte Verhalten werden der Tunte meist auch Affektiertheit und Hysterie zugeschrieben. Tunte gilt als abwertende Bezeichnung und kann auch als Schimpfwort gebraucht werden. Schwule setzen das Wort untereinander als Provokation oder zur Selbstcharakterisierung ein. Ursprünglich war eine Tunte eine alte, uninteressante Jungfer (etwa bei Günter Grass in „Die Blechtrommel"). Heute ist diese Bedeutung ungebräuchlich.

Tuntenmama

Eine Tuntenmama ist die in der Regel die etwas korpulentere beste Freundin eines schwulen Mannes. Ihr schwuler Freund verbringt sehr oft viel Zeit mit ihr, da sie so lustig ist und man viel Spaß mit ihr haben kann. Viele dieser Frauen ziehen zwar Schwule magisch an, haben mit heterosexuellen Männern häufig aber nicht das gleiche Glück.

Tuntig

TV

Twink

Als Twink wird in der Schwulenszene ein junger, attraktiver, schlanker Mann bezeichnet, der kaum klassisch männliche Körpermerkmale wie Gesichts- und Körperbehaarung, Muskeln etc. besitzt. Der Körper ist eher androgyn. Entlehnt ist der Begriff aus dem Englischen, wo Twinkie-Cake einen Kuchen mit geringem Nährwert bezeichnet, der süß und mit Creme gefüllt ist.

U

uncut

Urning

Urning ist ein Begriff für einen homosexuellen Mann, abgeleitet von Aphrodite Urania, der griechischen Göttin der eingeschlechtlichen Liebe. Kreiert wurde dieser Name von Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895), einem der ersten Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen, da ihm bisherige Ausdrücke für Schwule zu negativ waren. Ulrichs bekennt sich öffentlich als Urning. Von der natürlichen Veranlagung überzeugt, forderte er 1867 vor dem deutschen Juristentag selbstbewusst die Straflosigkeit für Homosexualität.

V

Versatile

Versatile werden schwule Männer genannt, die beim Sex sowohl aktiv, als auch passiv sind. In vielen sexuellen Beziehungen gibt es klar definierte Rollen, die einem Versatilen nicht gelten, da die Person, je nach Belieben oder Situation entweder den Ton angibt oder sich unterordnet. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „beweglich“ oder „wendig“.

Viagra

Viktimisierung

Der Begriff Viktimisierung leitet sich ab von dem lateinischen Wort victima (Opfer) und bedeutet somit, dass jemand zum Opfer gemacht wird. Die Begriffsdeutung ist weitreichend und wird viel diskutiert. Bezogen auf Homosexualität bedeutet Viktimisierung, dass eine Person, die sich über eine ihr oder einer anderen Person widerfahrene Diskriminierung beschwert, einen Nachteil erfährt.

Vorhaut

Vorsteherdrüse

Vorurteil

Ein abwertendes Urteil über eine Menschengruppe oder auch Einzelperson, das ohne realen Erfahrungswert gemacht wird, wird als Vorurteil bezeichnet. Vorurteile entstehen meistens aus Hörensagen, keinen oder nur wenigen Erfahrungswerten über Einzelpersonen, die anschließend unreflektiert auf andere wie Schwule projiziert werden. Erfahre hier die 10 größten schwulen Vorurteile.

W

Wichsen

WX

X

Xenophilie

XL

XXL

Y

Yaoi

Yaoi ist eine Unterart der japanischen Mangas (japanisch für Comics), bei der es um die Darstellung erotischer Beziehungen zwischen eher jungenhaften Männern geht, im Gegensatz zu den sogenannten Gay Manga oder Bara, bei welchen eher maskuline oder auch behaarte Männer dargestellt werden. Interessanterweise werden Yaoi meist von Frauen gezeichnet und von solchen gelesen.

Z

ZA

Zirkumzision

Zirkumzision bezeichnet die Beschneidung des Mannes, bei der die Vorhaut vollständig oder nur zum Teil entfernt wird. Im Islam ist dieser Eingriff weit verbreitet, im Judentum gilt die Beschneidung sogar als Gebot Gottes. Auch in einigen Kulturen der Antike wurde bereits die Zirkumzision durchgeführt. Die Zirkumzision hat aus medizinischer Sicht Vor- und Nachteile. Beispielsweise werden Entzündungen an der Eichel sowie die Gefahr von Krankheiten, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können, durch die Beschneidung deutlich verringert. Negative Folgen nach dem Eingriff können Schwellungen, Blutungen und Blutergüsse sowie allergische Reaktionen und leichte Schmerzen sein. Im Normalfall ist der Heilungsprozess nach wenigen Wochen abgeschlossen.

Zuchtbulle

Ursprünglich bezeichnet der Ausdruck Zuchtbulle einen unkastrierten Bullen, der für die Zeugung von Nachkommenschaft bzw. für die Zucht von Kühen verwendet wird. Dieser besitzt meist sehr positive genetische Eigenschaften und ist oft kräftig gebaut. Im homosexuellen Kontext spricht man von einem Zuchtbullen, wenn ein Mann besonders muskulös und deckfreudig ist.

Zungenanal

Zweigeschlechtlichkeit

Zweilochstute

Der Begriff Zweilochstute bezeichnet einen Schwulen, der sowohl passiv oralen Sex als auch passiv analen Sex praktiziert. Dies ist sowohl in Zweierkonstellation möglich als auch beim Sex mit mehreren Partnern. Der Begriff wird gerne auch bei Kontaktanzeigen genutzt, um zu signalisieren, dass der Suchende bereit ist, bei beiden sexuellen Spielarten den passiven Part zu übernehmen. Anzeigen zu Zweilochstuten findest du hier

 

   

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20.08.2017

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