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Schwul im Fußball? - Na klar!

Sportlich, sexy und männlich: So beschreibt man den klassischen Fußballspieler. Einige von ihnen sind sogar mit den schönsten Models der Welt liiert. Doch es gibt auch Spieler, die ihr Leben mit anderen Männern teilen - und das nicht nur auf dem Spielfeld. Leider ist es heutzutage noch immer eine Seltenheit, dass sich ein Fußballspieler öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt, da viele befürchten, auf Ablehnung innerhalb der Mannschaft oder bei den Fans zu stoßen. Ein paar wenige Vorreiter gibt es, die ihr Schweigen gebrochen haben und offiziell mit einem anderen Mann glücklich liiert sind.
Erfahre hier, wer sich geoutet hat und wie das Coming-out angekommen ist. Vielleicht kannst Du dabei Tipps für das eigene Coming-Out sammeln.
Thomas Hitzlsperger - Das Coming-Out eines Ex-Nationalspielers
So kam es zum Outing
Im Jahr 2014 outete sich der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger als erster deutscher Profifußballer überhaupt. Auf die Frage, warum er mit seiner Homosexualität nicht schon eher an die Öffentlichkeit gegangen war, antwortete er, dass innerhalb einer Mannschaft ein gewisser Gruppenzwang herrscht. Die Angst vor Intoleranz und Ausgrenzung lässt selbst den stärksten jungen Mann in Schweigen verfallen.
Reaktionen auf das Coming-Out
Die Reaktionen auf sein Coming Out waren gemischt, doch ehemalige Team-Kollegen wie Arne Friedrich oder Nationaltrainer Joachim Löw gratulierten Hitzlsperger zu seinem Mut. Hitzlsperger wollte mit seinem Coming-Out auf das Thema “Homosexualität im Fußball” aufmerksam machen, nachdem es jahrelang unter den Tisch gekehrt worden war.
Was kam nach dem Outing?

Inzwischen fungiert er als Fußballexperte im Fernsehen - ist sogar bei der Berichterstattung zu Fußball-Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften zu sehen. Seine Homosexualität ist dabei kein Thema und wird als selbstverständlich hingenommen. Was zählt ist schließlich Wissen über Fußball und das Spiel.
Marcus Urbans Kampf gegen Ignoranz
Das Coming-Out
Als sich Marcus Urban im Jahre 2007 öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, war er längst kein Profi mehr. In jungen Jahren spielte der Hoffnungsträger beim FC Rot-Weiß Erfurt und hatte sogar die Möglichkeit, zum Berufsfußballer aufzusteigen. Jedoch entschied er sich bewusst gegen eine Karriere in der Öffentlichkeit, die ein freies Leben als schwuler Mann unmöglich gemacht hätte.
Aufarbeitung des Themas
Seine Biografie mit dem Titel "Versteckspieler. Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban" erregte viel Aufsehen und ihm gelang es zumindest zeitweise, das Schweigen über Schwulsein in der Mannschaft zu brechen. Urban gestand, sich noch zu Zeiten seiner Fußballtätigkeit für sein wahres Ich geschämt zu haben. Aus diesem Grund versuchte er stets, möglichst männlich zu wirken und beging auf dem Platz einige Fouls, die von seinem eigentlichen Talent ablenkten.
Leben nach dem Outing
Seit seinem Outing kämpft Urban für mehr Offenheit und Akzeptanz gegenüber Homosexualität im Sport, insbesondere im Fußball. Zudem organisiert er Benefiz-Fußballspiele mit Teams aus homosexuellen Spielern. Zudem fungiert er als Diversitätsberater und Coach für Verbände, Sportler und Unternehmen.
Outing in Schweden: Anton Hysén spricht offen über seine Sexualität
2011 bekannte sich erstmalig ein schwedischer Fußballspieler zu seiner Homosexualität. Anton Hysén vom Viertligisten Utsiktens BK, bis zum Jahr 2010 noch in der ersten Liga aktiv, verriet dem Fußballmagazin “Offside”, dass er sich nun endlich nicht mehr verstecken wolle. Berufliche Schwierigkeiten nach seinem Coming-Out sieht er gelassen. Sein größtes Ziel ist es, zu beweisen, dass die sexuelle Identität absolut nichts mit der Fähigkeit zur Ausübung eines Berufes zu tun hat.
Das traurige Schicksal des Justin Fashanu

Der britische Stürmer Justin Fashanu war der erste Profikicker, der noch während seiner Karriere öffentlich über seine Homosexualität sprach. Er spielte unter anderem für Nottingham Forest, wo er häufiger in der Schwulenszene auffällig wurde. Daraufhin sah er sich mit Anfeindungen aus der Öffentlichkeit und auch durch seinen Trainer konfrontiert. Seine fußballerischen Leistungen verschlechterten sich zunehmend, je mehr Intoleranz und Homophobie ihm entgegenschlug.
Im Jahre 1990 wagte er den mutigen Schritt, sich gegenüber der Presse offen zu outen. Sein Coming-Out entpuppte sich als großer Skandal. Einige Jahre später wurde Fashanu vorgeworfen, einen minderjährigen Jungen aus Maryland im betrunkenen Zustand vergewaltigt zu haben. Fashanu stritt dies vehement ab. Schließlich erhängte sich der einst so gefeierte Fußball-Star 1998 in einer Garage und hinterließ eine herzzerreißende Abschiedsnachricht, die die Nachwelt über sein trauriges Leben in Kenntnis setzte.
Ein erfolgreiches Coming-Out - Robbie Rogers
Der amerikanische Fußballer Robbie Rogers spielte bei verschiedenen US-amerikanischen Fußballclubs, bevor er sich outete. Im Januar 2013 gab er neben seinem Coming-Out auch seinen sofortigen Rücktritt vom Profifußball bekannt - doch nicht für lange. Bereits im Mai des selben Jahres kehrte er zurück zum Sport und spielt seitdem als erster Homosexueller beim Major League Soccer Verein LA Galaxy wieder Fußball. Seit 2013 ist Rogers mit dem Regisseur Greg Berlanti liiert. Mit Hilfe einer Leihmutter sind beide im Jahr 2016 Väter eines Sohnes geworden.
Schwule Fußballclubs

Inzwischen gibt es ganze Teams aus schwulen Fußballern, die sportliche Erfolge erzielen können. Nicht nur im Ausland, z.B. in Großbritannien mit dem Stonewall FC, sondern auch in größeren deutschen Städten wie München oder Hamburg gibt es inzwischen rein schwule Fußballteams. Sie messen sich mit anderen regionalen Clubs oder bei den GayGames, einer Sport-Großveranstaltung nur für Homosexuelle. Eines ist in diesen Vereinen sicher: Diskriminierung gibt es nicht.
Schwule Schiedsrichter
Nicht nur unter den Spielern finden sich Homosexuelle - natürlich gibt es auch Schiedsrichter, die Männer lieben. Hier machen immer wieder Fälle Schlagzeilen, bei denen Schiedsrichter gesperrt werden. Oft wird unterstellt, ein schwuler Schiedsrichter könne nicht objektiv urteilen, wenn er den einen oder anderen Spieler attraktiv findet. Das Problem der Akzeptanz liegt aber nicht immer bei Fußballspielern, Vereinen oder beim Fußballverband. Auch bei den Zuschauern können sich nur schwer alle damit anfreunden, dass Homosexualität und Fußball sich nicht ausschließen müssen. Anfeindungen kommen also oft auch von der Tribüne.
Was genau hinter geschlossenen Türen vor sich geht, wissen wohl nur die Beteiligten selbst. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich in Zukunft mehr und mehr homosexuelle Fußballprofis trauen werden, ihre Sexualität mit der Öffentlichkeit zu teilen, ohne Homophobie und Intoleranz fürchten zu müssen. Außerdem sollte eine solche Thematik niemals vom Talent eines Sportlers ablenken. Denn was im Privatleben eines Fußballspielers vor sich geht, tut auf dem Spielfeld nichts zur Sache.
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